Viele Mikroorganismen machen unser Mikrobiom aus. Sie schützen unseren Körper vor Krankheiten, indem sie das Immunsystem unterstützen.

Besonders viele Mikroorganismen leben auf und in unserem Körper. Biologen sprechen vom sogenannten Mikrobiom. Besonders viele Bakterien leben im unteren Dünn- und im Dickdarm. Sie machen unsere Darmflora aus und werden auch intestinales Mikrobiom genannt. Jeder Mensch hat seine eigene Darmflora, sozusagen einen Darmflora-Fingerabdruck, das körpereigene Ökosystem.

Unser Darm mit unseren Millionen Darmbakterien hat Einfluss auf unseren gesamten Körper. „Der Tod sitzt im Darm“, sagte schon Hippokrates. Aber auch das Leben.

Unser Mikrobiom ist verantwortlich für unsere Gesundheit, unser Gewicht, ja sogar für unsere Stimmung. Das Mikrobiom in unserem Bauch ist sozusagen unser Bauchhirn und Wissenschaftler sind sich inzwischen sicher, dass es direkte Auswirkungen auf psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Schizophrenie hat.

Ein Ungleichgewicht von ungesunden und gesunden Mikroben im Darm kann zu Gewichtszunahme, hohem Blutzucker, hohem Cholesterinspiegel und anderen Störungen führen.

Verbindung zwischen Mensch und Mikrobiom

Mittlerweile verstehen Wissenschaftler die Verbindung zwischen dem Menschen und seinem Mikrobiom immer besser. Heute hat unser Mikrobiom den Status eines Schlüsselorgans, das den ganzen Körper beeinflusst. Entsprechend wird ein unausgeglichenes Mikrobiom mit einer Vielzahl von Erkrankungen assoziiert. 
Auffällig ist, dass Fälle von einem unausgeglichenen Mikrobiom in westlichen Industrienationen (wie etwa in der Schweiz, Deutschland oder in den USA) häufiger auftreten. Dies kann an der Ernährung liegen, an genetischen Prädispositionen, aber auch an einer über-sterilen Lebensweise. Forscher haben auch herausgefunden, dass Stillen den Grundstein für eine gesunde, starke Darmflora und das Immunsystem legt. So kommen nach der Geburt jeden Tag mehr Bakterienarten zu uns - aus der Umwelt und aus der Ernährung, bis sich ein ganz individuelles und vielfältiges Mikrobiom entwickelt hat. Wer etwa über-steril aufwächst, hat weniger Bakterien im Darm und damit ein weniger vielfältiges Mikrobiom.

Das Mikrobiom bleibt ab dem Erwachsenenalter stabil und lässt sich nachweislich nur durch einige wenige Faktoren wie etwa durch Stress, bestimmte Medikamente und durch die Ernährung ändern.

Der Darm ist unser zweites Hirn 

Da unser Immunsystem im Darm sitzt, ist die Zusammensetzung des Mikrobioms für die Hirn-Darm-Kommunikation ausschlaggebend:

Ändert sich die Zusammensetzung des Mikrobioms, dann ändern sich die Zellen des Immunsystems, die sich sowohl im Darm als auch im Gehirn befinden. Somit  ändert sich auch der Inhalt der Botschaften über die Hirn-Darm-Kommunikation. Auch viele psychische Erkrankungen wie Depressionen könnten ihre Wurzeln im Bauch haben.  Bei Menschen mit psychischen Erkrankungen stossen Wissenschaftler immer wieder auf ein verändertes Mikrobiom.

Das Mikrobiom positiv beeinflussen

Da das Mikrobiom der Kern unseres Immunsystems ist und auch unsere Psyche beeinflusst, ist es wichtig, unsere Darmflora zu pflegen und gesund zu halten. Das fängt bei einer gesunden Ernährung an und geht bis hin zu einem gesunden und ausgeglichenen Lebensstil. Regelmässige Bewegung, Stressreduktion und eine ausgewogene Ernährung sind dabei Pflicht.

Ganz allgemein ist die Ernährung ein zentraler Punkt, um das Mikrobiom im Darm vielfältig und widerstandsfähig zu halten. Wer die Mikrobengemeinschaft in seinem Bauch fördern will, tut deshalb im ersten Schritt gut daran, sich zu überlegen, was auf dem eigenen Speiseplan landet – und was nicht. So fördern etwa probiotische Lebensmittel, wie Joghurt mit lebenden Milchsäurebakterien oder Fermentiertes einen guten Nährboden für eine gesunde Darmflora.

Atmen, Bewegung und Wellness für eine gesunde Darmflora

Nicht nur die Ernährung beeinflusst das Mikrobiom, sondern auch Stress. Zunächst wirkt sich dieser direkt auf den Darm aus – diese Auswirkung nehmen wir oft auch wahr. Wenn wir zum Beispiel Angst haben, reagiert der Körper mit einer beschleunigten Verdauung. Jede Art von Stress und Ärger, besonders vor oder während des Essens, wirkt sich schädlich auf die Darmflora aus und bringt die Hirn-Darm-Kommunikation durcheinander.

Öfters mal einen Gang runterschalten und durchatmen. Das hilft schon. Massagen, ein gutes Buch, ein Spaziergang im Wald oder am Strand befreien von Stress und wirken sich positiv auf das Mikrobiom aus.

Heute wissen wir, dass unser Mikrobiom eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit spielt, denn es kontrolliert und reguliert nicht nur unsere Verdauung, sondern auch unser Immunsystem. Und eine gesunde Verdauung und ein starkes Immunsystem kommen der Gesundheit in vielen Aspekten in vielerlei Hinsicht zugute.

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